|
Erhielt durch den Fluss Parthe den Namen und wurde 1218 erstmalig urkundlich erwähnt, bestand
dennoch schon länger als Dorf. Handelsort mit bedeutenden Verkehrswegen.
Großbardau verlor jedoch Ansehen als Grimma im 13. Jh. mit Kirchen und Klöstern als Stadt angelegt
wurde. Kleinbardau entstand fast zeitgleich (1243) als Zweigsiedlung. Die erste urkundliche
Erwähnung Bernbruchs lässt sich etwa 10 Jahre später zurückführen.
Im 13. und 14. Jh. entstanden 2 Wassermühlen, von denen zu Beginn des 19. Jh. noch eine in Betrieb
war. Die Großbardauer Windmühlen entstanden erst im 19. Jh..
1421 gab es 44 "Besitzer von Grund und Boden"; mit 55 Landbesitzern war der Ausbau des Ortes im
Jahre 1535 abgeschlossen. Diese Zahl wird auch über 3 weitere Jahrhunderte genannt. Bis um die Mitte
des 19. Jh. wurde auf dem Gemeindegebiet nach Torf gegraben.
1932 wurde in einer Beilage der "Nachrichten für Grimma" ein Aufruf an "Bauwillige und
Erholungsfreudige" veröffentlicht, sich um ein Stück Land im nordöstlichen Gemeindegebiet zu
bewerben. Waldbardau war "offiziell" geboren.
Großbardau gehört zu den größten Bauerndörfern im Muldentalkreis.
1945 gab es 71 landwirtschaftliche Betriebe, die insgesamt rund 1050 ha Nutzfläche bewirtschafteten.
1952 gründeten Neubauern die LPG "Freier Bauer". Diese teilte sich später in eine pflanzliche und
tierische Genossenschaft, welche 1990 zu GmbH's umgewandelt wurden.
Ein Bauer machte sich wieder unabhängig und gründete einen privaten Landwirtschaftsbetrieb.
|